Mitmachen
Du möchtest dich für die Rechte von Sexarbeiter*innen einsetzen, solidarisch aktiv werden oder dich mit uns vernetzen? Dann bist du hier genau richtig.
Unsere Arbeit lebt von Menschen, die hinschauen statt wegsehen, die für Gerechtigkeit einstehen und die gemeinsam mit uns eine selbstbestimmte, sichere und menschenwürdige Zukunft gestalten wollen.
Ob du selbst Sexarbeit machst, ehemals in der Branche gearbeitet hast, Ally bist oder einfach politisch interessiert: Wir freuen uns über jede Person, die sich engagieren möchte.
Schreib uns gern, wenn du:
- dich aktiv politisch einbringen möchtest
- unsere Projekte unterstützen willst
- Lust auf Austausch, Community und kollektive Kraft hast
- solidarisch an unserer Seite stehen möchtest
- Ideen, Fragen oder eigene Perspektiven mitbringst
Gemeinsam können wir laut sein, sichtbar werden und etwas verändern — gegen Stigma, gegen Repression und für echte Rechte. Melde dich bei uns. Werde Teil unserer Bewegung. Wir freuen uns auf dich.
How to be an Ally
Sexarbeit ist Arbeit. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass Sexarbeitende gehört werden – und für eine linke Politik, die auf Rechten, Selbstbestimmung und sozialer Gerechtigkeit basiert.
Gerade in Zeiten, in denen Konservatismus und repressive Politik wieder stärker werden, erleben Sexarbeitende zunehmende Diskriminierung und Stigmatisierung. Sowohl gesellschaftlich als auch staatlich greifen alte Vorurteile um sich. Gleichzeitig erhalten diejenigen am meisten Aufmerksamkeit, die Macht und Einfluss haben – während die Stimmen derjenigen, über die gesprochen wird, im Diskurs verschwinden. Das akzeptieren wir nicht. Unser Ziel ist klar: Sicherheit durch Rechte, nicht durch Repression.
Doch dieses Ziel erreichen wir nicht allein. Nicht nur Sexarbeitende müssen sich für ihre Rechte einsetzen – wir brauchen solidarische Unterstützung von Menschen, die bereit sind zuzuhören, dazuzulernen und sich aktiv für bessere Arbeitsbedingungen und Lebensrealitäten einzusetzen.
Was kannst du tun?
Unterstützung beginnt schon im Kleinen. Wir alle sind mit Stereotypen und medialen Verzerrungen über Sexarbeit aufgewachsen. Patriarchale Strukturen und eine sex-negative Gesellschaft prägen unsere Sexualmoral – und damit auch den Blick auf Sexarbeit. Darum ist es wichtig, sich zu reflektieren:
Welche Werte und Normen haben wir verinnerlicht? Und wie können wir sie hinterfragen und aufbrechen? Nur wenn wir uns dieser Muster bewusst sind, können wir uns auch nach außen für eine solidarischere Gesellschaft einsetzen.
- Wenn in deinem Umfeld beleidigende Begriffe wie „Schlampe“, „Hurensohn“ oder „Hure“ benutzt werden: Sag klar, warum diese Worte verletzend und stigmatisierend sind.
- Wenn du Fehlinformationen im Netz siehst: Kommentiere, teile und unterstütze Fakten und Stimmen von Sexarbeitenden.
- Mach bei Aktionen mit und zeig Präsenz: Am 2. Juni ist der Internationale Hurentag — geh mit uns auf die Straße, zeig Haltung, sei laut.
- Stigmatisierung hat viele Gesichter – und jeder noch so kleine Akt der Solidarität kann viel bewegen.
Sexarbeit ist vielfältig – und intersektional
Sexarbeitende sind keine homogene Gruppe. Die Praxis umfasst viele marginalisierte und mehrfach marginalisierte Menschen: migrantische und BIPoC-Personen, trans* und nicht-binäre Menschen, queere Communities, Menschen mit Behinderungen, Menschen in Armut, Menschen mit Rassismuserfahrung und viele andere.
Darum müssen wir intersektional denken und handeln. Solidarität bedeutet, sich gegenseitig zu stärken, Machtstrukturen zu erkennen und gemeinsam gegen Diskriminierung vorzugehen — in der Sexarbeit und darüber hinaus.
